Beschwerden der Stadtschöffen, 120 Jahre Müllabfuhr und Sanierung eines Stadthauses 


Jedes Jahr wird das Erscheinen des Wittlicher Stadtjahrbuchs „Der Säubrenner“ mit Spannung erwartet. Nun wurde der 76. Jahrgang 2026 im Rathaus vorgestellt. Mehr als vierzig Autorinnen und Autoren haben das 196 Seiten starke Buch mit 38 Beiträgen und zahlreichen Abbildungen bereichert und damit erneut zu einer ungewöhnlich hohen Auflage beigetragen. Das Titelfoto zeigt anlässlich des 300jährigen Jubiläums der Alten Posthalterei eine historische Ansicht des Marktplatzes mit Postkutsche und ehemaligem Postgebäude.

Die Erste Beigeordnete Elfriede Meurer präsentierte die von Richard Nels begründete Chronik im Rahmen des turnusmäßigen Treffens der Autorinnen und Autoren. Elfriede Meurer dankte Diana Gerhards und Albert Klein von der Schriftleitung sowie Rosemarie Bölinger, Klaus Wagner und Nina Dusartz de Vigneulle vom Redaktionsteam für ihren fachkundigen ehrenamtlichen Einsatz. Besonderen Dank richtete sie an die Autorinnen und Autoren, deren Nachforschungen, Berichte, Abhandlungen, Gedichte und Abbildungen das Buch zu einem lebendigen Bestandteil der Vergangenheit und Gegenwart der Kreisstadt machen. Ihr Dank galt zudem der Werbeagentur Eiring, die für den hochwertigen Druck verantwortlich ist. Kosten entstehen der Stadt Wittlich hierbei keine.

Die Lektüre bietet erneut spannende Geschichten über Betriebs- und Vereinsjubiläen, Wittlicher Kriegssplitter, das Musikleben um 1850, einen städtebaulichen Vorschlag von Claus Mehs zur Erweiterung des Rathauses sowie Beschwerden Wittlicher Stadtschöffen beim Kurfürsten über Nachlässigkeiten des hiesigen Pfarrers.

Eine Tageswanderung rund um Wittlich im Jahr 1891 lässt die Leserinnen und Leser über die große Zahl der von den Wanderern besuchten Gastwirtschaften und die Mengen an konsumierten Getränken wie Bier, Viez, Wein und Schnaps staunen. 120 Jahre Geschichte der Wittlicher Müllabfuhr beleuchtet der Beitrag „Vom Dreckeimer zum Wertstoffhof“ u.a. mit dem Foto vom ersten staubfreien Müllauto, das das Wittlicher Tageblatt 1954 „Vielfraß“ nannte. Aus der Gegenwart begeistert die Schilderung der einfühlsamen Sanierung des über 200 Jahre alten Stadthauses Steilen in der Himmeroder Straße.

Die Autorenrunde bestärke mit ihrer Arbeit die enge Verbundenheit mit dem Stadtjahrbuch, betonte die Erste Beigeordnete. Den Inserenten und Unternehmen, die den Druck der Auflage ermöglichten, dankte sie herzlich. „Der Säubrenner“ knüpfe eine enge Verbindung zwischen in Wittlich lebenden sowie auswärts wohnenden Wittlicherinnen und Wittlichern.

Erhältlich ist das Buch gegen eine Schutzgebühr von einem Euro im örtlichen Buchhandel, in der Stadtbücherei, beim Bürgerservice und in der Tourist-Information.