Projekt "Vitelliusbad"

Chronologie des Projektes "Vitelliusbad"

2021

Mai:

Die BI "Rettet das Wittlicher Freibad" erhebt Klage beim Verwaltungsgericht Trier.

April:

Der Stadtrat lehnt das Bürgerbegehren "Rettes das Wittlicher Freibad" in seiner Sitzung am 8. April als unzulässig gemäß § 17a GemO ab.

März:

Die nach § 17a GemO erforderliche Anhörung der BI "Rettet das Wittlicher Freibad" findet am 24. März in einer öffentlichen Sitzung des Stadtrates statt.

Mit Förderbescheid vom 19. März unterstützt die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich das Projekt mit einem Zuwendungsbetrag in Höhe von rund 1,3 Mio. EUR.

Die Stadt Wittlich erhält einen weiteren Förderbescheid der ADD Trier in Höhe von 3 Mio. EUR als Zuwendung aus der Sportanlagenförderung zum Neubau des Hallenbades.

Januar:

Innenminister Roger Lewentz übergibt am 18. Januar persönlich zwei Förderbescheide über insgesamt 4,067 Mio. EUR zur Sanierung des Freibades.

 

2020

Oktober:

Die BI "Rettet das Wittlicher Freibad" übergibt am 6. Oktober ein Bürgerbegehren mit 1.715 Unterschriften.

Juli:

Am 2. Juli beschließt der Stadtrat die vorgelegte Entwurfsplanung, deren grundsätzliche Ausrichtung sich maßgeblich auf den Grundsatzbeschluss vom 23. Juni 2016 bezieht.

Mai:

Die Kosten der unterschiedlichen Varianten wurden am 28. Mai in öffentlicher Sitzung im Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt.
Die vorgestellte Präsentation finden Sie hier: Präsentation Varianten Vitelliusbad

März:

Reparaturkosten für Fliesenarbeiten im Freibadbereich des Vitelliusbades

Die nachfolgende Zusammenstellung beinhaltet die reinen Reparaturkosten für Fliesenarbeiten im Freibadbereich des Vitelliusbades der letzten 10 Jahre.

Im Schnitt der letzten 10 Jahre wurden ca. 23.750 € jährlich für Reparaturarbeiten an den Fliesenbelägen und den Fugen aufgewendet.

Im Übrigen hat der Bürgermeister in der Vergangenheit bei einer Vielzahl von öffentlichen Sitzungen auf die Größenordnung der Fliesenreparaturen i.H.v. 20.000-30.000 € jährlich hingewiesen.

2010

20.222,23 €

2011

26.541,44 €

2012

20.757,69 €

2013

29.114,54 €

2014

19.507,67 €

2015

24.992,38 €

2016

25.348,19 €

2017

18.909,10 €

2018

26.000,31 €

2019

26.097,89 €

Gesamtkosten 

237.491,44 €

Die o.g. Arbeiten/Überprüfungen wurden ausschließlich durch Fachfirmen ausgeführt.

Die vom Gutachter festgestellten Mängel im Freibadbereich werden in der Vorbereitung der Freibadsaison 2020 insoweit beseitigt, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Aufgrund der Feststellungen im Gutachten der Material-Prüf- und Versuchsanstalt Neuwied (Herr Krautkrämer) sind im Jahr 2020 erhöhte Aufwendungen für Fliesen- und Fugenarbeiten zu erwarten, um den Betrieb des Freibades zu gewährleisten. Die Überprüfungen und Ausbesserungen werden jährlich vor Beginn der Freibadsaison durchgeführt. Ferner finden u.a. jährliche Überprüfungen von Rutschbahn, Sprungturm und Kompressoren durch den TÜV Rheinland und den TÜV Nord statt.

Februar:

Kosten der Freibbadunterhaltung im Vitelliusbad

Die in den letzten 10 Jahren im Freibad angefallenen Reparaturkosten werden nachstehend dargestellt. Kosten für die Wartung, Reinigung oder Pflege der Außenanlagen sind hierin nicht enthalten. Die Reparaturkosten beziehen sich ausschließlich auf den Freibadbereich. Kosten, die zu 100 Prozent dem Hallenbad zugeordnet werden können, wurden nicht berücksichtigt. Etwaige nicht trennbare Gemeinkosten für das gesamte Bad – Frei- und Hallenbadbereich - (z.B. aus dem Bereich der Technik) wurden zu 1/3 dem Freibadbereich, gemäß den saisonalen Öffnungszeiten, zugeordnet.

201038.120,00 €
201160.911,00 €
201266.345,00 €
201344.437,00 €
2014 63.885,00 €
201540.420,00 €
201652.659,00 €
201745.316,00 €
201853.274,00 €
201938.308,00 €
503.675,00 €

Betongutachten zum Freibadbereich des Vitelliusbads liegt vor

Im vergangenen Jahr hat sich die Bürgerinitiative für den Erhalt des Freibades „so wie es ist“ (BI) stark gemacht und ihr Engagement damit begründet, dass die aktuellen Pläne zum Umbau des geplanten Vitelliusbades bei weiten Teilen der Bevölkerung viel Unverständnis und Unmut erzeugt hätten. Ohne den entsprechenden Nachweis führen zu können, behauptet die BI: „Dieses Freibad ist bei entsprechender Pflege noch mehrere Jahrzehnte nutzbar.“ Nach den Planungen der Stadt solle ein funktionsfähiges Freibad, das erst in einigen Jahrzehnten sanierungsbedürftig sei, entfernt werden und durch ein vollständig neues sogenanntes Kombibad ersetzt werden.

Die BI schlug daher vor, die Planungen dahingehend zu ändern, dass das Freibad in der bisherigen Form und Größe erhalten bliebe. Das Innenministerium machte inzwischen deutlich, dass es von der bisherigen restriktiven Förderpraxis der Wasserflächenreduktion abweichen könne, wenn der Schwimmbadbetrieb unter Beibehaltung des Freibades in der jetzigen Form wirtschaftlich darstellbar sei.

Es versteht sich von selbst, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger zur Weiterentwicklung des Projektes einer objektiven Entscheidungsgrundlage bedürfen. Aus diesem Grunde wurde die Materialprüfungs- und Versuchsanstalt Neuwied GmbH mit der gutachterlichen Untersuchung des Freibades beauftragt und um Beantwortung folgender Fragen gebeten.

1. Wie ist der Ist-Zustand vor dem Hintergrund der weiteren Nutzung des Freibades zu bewerten?
2. Welche technische Restnutzungsdauer der Bauwerke ist zu erwarten?
3. Welche materialtechnischen Eigenschaften weist der Konstruktionsbeton vor dem Hintergrund einer möglichen Instandsetzung auf?

Hierzu führt Manuel Krautkrämer in seinem Gutachten aus, dass in allen Freibadbeckenbereichen sowohl im Wand- als auch im Bodenbereich großflächige Hohllagen im Fliesenbelag vorhanden sind, die sich sowohl zwischen dem Estrich und dem Konstruktionsbeton als auch zwischen dem Fliesenkleber und dem Estrich befinden. Die Fliesen weisen bereichsweise Frostschäden und Risse auf, das Mörtelbett ist in Teilbereichen komplett zerstört. Aufgrund der Schadenslage muss bei der weiteren Nutzung der Becken mit immer schneller fortschreitenden Schäden in der Auskleidung gerechnet werden. Dadurch werden sich weitere Bereiche einstellen, die die Verkehrssicherheit im Badebetrieb beeinträchtigen können. Bei gleichbleibender Wasserintensität und Nutzung muss mittel- bis langfristig damit gerechnet werden, dass die Dauerhaftigkeit des Konstruktionsbetons beeinträchtigt sein wird.

Hinsichtlich der technischen Restnutzungsdauer der Freibadbecken kommt der Gutachter zum Ergebnis, dass durch die umfangreichen Hohllagen in der Fliesenauskleidung und die dadurch entstandenen Schäden keine Restnutzungsdauer der Konstruktion mehr vorhanden ist.

Im Bereich des Konstruktionsbetons ist die Dauerhaftigkeit aktuell langfristig nicht beeinträchtigt, sofern die Schäden in der Fliesenauskleidung zeitnah beseitigt werden, d. h. der Konstruktionsbeton stellt sich in den untersuchten Bereichen schadensfrei und dauerhaft dar und kann für eine mögliche Instandsetzung der Beckenauskleidung mit Fliesen, Folien oder Edelstahl verwendet werden.

In einem nächsten Schritt werden nunmehr die Kosten der laut Gutachten nun doch erforderlichen umfangreichen Beckensanierung ermittelt und den Gremien für die weitere Beratung des Projektes vorgelegt.

Darüber hinaus plant die Stadtverwaltung, die interessierten Bürgerinnen und Bürger in einer Einwohnerversammlung über den dann aktuellen Sachstand zu informieren und einzubeziehen.

Das komplette Gutachten ist unter den nachstehenden Links verfügbar.

Gutachten:

Fliesen und Beton

1 A: Schwimmerbecken 

1 B: Planschbecken

1 C: Nichtschwimmerbecken

Bohrkernbeurteilungen:

Bohrkernbeurteilung 1

Bohrkernbeurteilung 2

Bohrkernbeurteilung 3

Bohrkernbeurteilung 4

Bohrkernbeurteilung 5

Bohrkernbeurteilung 6

Bohrkernbeurteilung 7

Bohrkernbeurteilung 8

Bohrkernbeurteilung 9

2019


Oktober:https://www.wittlich.de/?file:18438
Erste Kontaktaufnahme mit dem Rechnungshof Rheinland-Pfalz zwecks Vereinbarung eines Abstimmungsgesprächs.
Innenminister Roger Lewentz empfängt Bürgermeister Rodenkirch zu einem Projektgespräch und informiert über die inzwischen angepasste Förderkulisse und die weitere Vorgehensweise.

September:
Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger und Nutzer des Vitelliusbades im EVENTUM der Stadt Wittlich. Ca. 500 Personen nehmen an der Veranstaltung teil. Dem Publikum wurde der aktuelle Planungsstand des Projekts und die Gründe, die zu den bisherigen Entscheidungen geführt haben, nochmals im Detail vorgestellt. Anschließend standen die Planer und die Vertreter im Stadtrat vertretenen Parteien, der Verwaltung und der Initiativgruppe für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Juli/August:
Bürgerinitiative sammelt rd. 4.000 Unterschriften zum Erhalt des Freibades und übergibt diese am 29. August 2019 an Bürgermeister Rodenkirch.

Februar:
Am 20. Februar fand eine Einwohnerversammlung statt, in der die ersten Konzeptplanungen durch die Architekten Sebastian Neuhaus und Marianne Stichnoth (Architekturbüro Krieger) und den Projektsteuerer Jens-Wilhelm Brand (Constrata Ingenieur GmbH) vorgestellt wurden.
Einen ausführlichen Bericht zur Einwohnerversammlung 2019 finden Sie hier: Einwohnerversammlung 2019
Die vorgestellte Konzeptplanung finden Sie hier: Konzeptplanung Projekt Vitelliusbad Wittlich

Januar:
Folgende Aufträge wurden vergeben:

  1. "Objektplanung"; Auftragnehmer Krieger Architekten/Ingenieure GmbH
  2. Fachplanung "Technische Ausrüstung"; Auftragnehmer FAMIS Gesellschaft für Facility Gesellschaft für Facility Management und Industrieservice
  3. Fachplanung "Tragwerk"; Auftragnehmer Ingenieurbüro Grage Gesellschaft für Tragwerksplanung mbH
  4. "Projektsteuerung"; Auftragnehmer Constrata Ingenieur-Gesellschaft mbH

2018


Dezember:
Eingang der letztverbindlichen Angebote und Zuschlagserteilung.

Oktober/November:
Verhandlung der indikativen Angebote und Aufforderung zur Abgabe eines finalen Angebotes an die Objekt- und Fachplaner durch die Auswahlkommission.

September:
Benennung einer Auswahlkommission zur Auswahl der Architektur- und Planungsbüros durch den Stadtrat;
Ablauf der Angebotsabgabefrist Ende des Monats.

Juli:
EU-weiter Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen zur Architekten- und Fachplanerauswahl.

Mai:

Die Projektgruppe verständigt sich auf die Eckdaten des Raumprogramms. Diese sind:

Sportbecken = 25,00 x 16,67 m (Wettkampfbahnen Kat. „C“), Sprunganlage mit 1m Brett und 3m Plattform, Teilhubboden, Wassertiefe von 0,60 m bis 3,80 m;

Lehrbecken = 16,67 x 8,00 m (in Abhängigkeit zu der Sportbeckenbreite, sonst 12,50 x 10,00 m), Hubboden komplett, Wassertiefe von 0,00 m bis 1,80 m;

Kinderbecken = wie im Bäderkonzept von Altenburg beschrieben;

Textildampfbad = wie im Bäderkonzept von Altenburg beschrieben;

Röhrenrutsche = Zugang von innen und außen, Zielbecken im Bereich des Hallenbads, jedoch als optionales Bauteil;

Sommerkasse als separater Eingang an Spitzentagen;

Sommerumkleiden einschl. Umkleiden für den Sportplatzbereich als separate Räume mit eigenem Zugang im Gebäudekomplex integriert;

Im Außenbereich sollen weiterhin ca. 3 Bahnen à 2 m Breite mit 50 m Länge zur Verfügung stehen.

Auf das Bestandsgebäude soll grundsätzlich keine Rücksicht genommen werden. Übereinstimmend ist die Projektgruppe der Meinung, dass der jetzige Standort des Hallenbades auch für den Neubau zu favorisieren ist.

April:
Die Firma CONSTRATA Ingenieur-Gesellschaft mbH aus Bielefeld erhält den Auftrag zur Beratung und Begleitung der EU-weiten Vergaben für die Planungsleistungen der Objektplanung, Tragwerksplanung und technische Gebäudeausstattung.

Februar:
Vorstellung des Bäderstrategiekonzept durch die Unternehmensberatung Altenburg im Rahmen einer Einwohnerversammlung in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge.

Januar/Februar:

Vorstellung der Bäderstrategie durch Bürgermeister Rodenkirch bei den schwimmbadnutzenden Vereinen und Schulen sowie der Hochschule der Polizei am Standort Wittlich.

2017


Beauftragung der Unternehmensberatung Altenburg mit der Erstellung eines Bäderstrategiekonzeptes, das sich am zukünftigen realistisch zu erwartenden Bedarf in Wittlich orientieren soll. Zudem soll vor Beginn der nächsten Planungsschritte ermittelt werden, welche Investitionen und Folgekosten mit den im Raum stehenden Konzeptalternativen verbunden sind.

Es folgen weitere Projektgespräche beim Innenministerium.

2016


Auf Empfehlung des Innenministeriums besuchen Mitglieder des Stadtrates und des Bau- und Verkehrsausschusses verschiedene Referenzbäder in Rheinland-Pfalz.

Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung verschiedene Betriebsführungsmodelle zu prüfen und die europaweite Ausschreibung des Planungsbüros/Architekten und der Fachplaner für Gebäudetechnik sowie Statik in die Wege zu leiten.

Im Sommer fällt das Gasblockheizkraftwerk irreparabel aus und muss ersetzt werden. Das defekte Kraftwerk wird durch ein gebrauchtes Blockheizkraftwerk ersetzt. Die Kosten belaufen sich auf rd. 40.000 EURO.

Im Herbst erfolgen weitere Projektgespräche mit dem Fördergeber.

2015


Da sich das Vitelliusbad in der Wasserschutzzone 2 zum Trinkwasserbrunnen 9 Seiberich befindet, bedürfen alle Baumaßnahmen in dieser Zone der Zustimmung der Wasserbehörden mit entsprechenden Auflagen. Für das erforderliche Prüf- und Genehmigungsverfahren der zuständigen Behörden ist ein entsprechendes Gutachten erforderlich. Mit der Erstellung dieses Gutachtens wird das HG Büro für Hydrogeologie und Umwelt GmbH in Gießen beauftragt.

Im November beantragt die Bündnis 90/Die-Grünen-Stadtratsfraktion, dass die Verwaltung die technische Machbarkeit einer Kombibadlösung im Sinne eines ganzjährig genutzten Hallenbades mit Integration wesentlicher Teile des vorhandenen Freibades prüfen solle.

Im gleichen Monat findet ein erstes Projektgespräch mit Vertretern des Innenministeriums in Wittlich statt.

2014


Vorstellung der Bestandsstudie durch die Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH im Stadtrat. Die Bestandsstudie umfasst auch ein Betongutachten von Dr. Ing. Zimmermann aus Trier. Als Ergebnis iwrd festgehalten, dass eine Sanierung des Bestandsgebäudes technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll sei. Die Alternativen (z. B. der Neubau des Hallenbades) sollen geprüft werden.

2013


Aufgrund deutlich vorliegender Baumängel wird die Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH mit der Erstellung einer Bestands- und Veränderungsstudie sowie Handlungsempfehlungen zur Sanierung des Hallenbades beauftragt.

2010


Provisorische Sanierung der Glasfassade im Hallenbad.

2009


Ertüchtigung der Heizungs- und Beleuchtungssteuerung im Hallenbad.

2003


Rückbau der Akustikdecke im Hallenbad aus statischen Gründen.

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