Gänsehautstimmung an der Lieser in Wittlich – Lesung mit Arno Strobel

02.07.2020

Keine reine Wasserglaslesung: Arno Strobel genoss auch ein Gläschen Wittlicher Riesling (Foto: Werner Pelm).

Über Kopfhörer wurde die Lesung verfolgt (Foto: Werner Pelm).

Ausverkauft – mit hundert Plätzen unter Beachtung der aktuellen Hygieneverordnung – war die Lesung des renommierten Thrillerautors Arno Strobel am letzten Samstag in Wittlich. Die Veranstalter, das Kulturamt der Stadt Wittlich, der Verein Stadtmarketing e.V. und die Altstadtbuchhandlung, hatten einen besonderen Ort für die Lesung gewählt: die Lieser in der Altstadt von Wittlich. 

Bei angenehmen Sommertemperaturen konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer den sympathischen Schriftsteller auf der gegenüberliegenden Seite der Lieser sehen und über hochwertigen Kopfhörer seinen Worten lauschen. Strobel, dessen Romane zu den meist gelesenen Thrillern im deutschsprachigen Raum gehören, berichtete zu Beginn über die Entstehung des Buches „Offline“. Er benötigte einen abgelegenen und unzugänglichen Ort ohne Handyempfang in Deutschland und fand in den Alpen eine Berghütte ohne Funkempfang, die nur über einen mehrstündigen Fußmarsch zu erreichen ist. Dorthin verlegte er die Geschichte von einer Gruppe junger Leute, die einige Tage ohne Smartphone, also „offline“ leben möchte. Etwas Grauenhaftes geschieht … und man kann keine Hilfe rufen.

Die Premierenlesung einer Kurzgeschichte, die in Coronazeiten angesiedelt ist, folgte und hatte nicht nur Gänsehaut zur Folge, sondern lautes Lachen, da das Ende einfach überraschend absurd war. Die Fragen, die das Publikum schriftlich einreichen konnte, beantwortete Arno Strobel geduldig mit viel Zuwendung. So wie er auch anschließend noch lange die Bücher seiner Fans signierte. 

Die besondere Lesung unter außergewöhnlichen Umständen an einem wunderschönen Ort fand große Zustimmung und Begeisterung aller Anwesenden.


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