Stadt Wittlich setzt die Umsetzung von Ausgleichsflächen konsequent fort

31.07.2020

Auf dieser Ackerbrache im Industriegebiet Wengerohr wird im Herbst ein artenreiches Biotop entstehen (Foto: Andreas Schmitt).

Naturschutzflächen im Stadtteil Wengerohr werden angelegt

Mit der Ausweisung neuer Bauflächen und den damit verbundenen Eingriffen in Natur und Landschaft ist die Stadt auch dazu verpflichtet, Kompensationsmaßnahmen umzusetzen, welche die Beeinträchtigung des Naturhaushaltes ausgleichen sollen.

Seit einigen Jahren hat die Stadt Wittlich ihre Bemühungen verstärkt, festgesetzte aber noch nicht angelegte Ausgleichsmaßnahmen nachhaltig herzustellen.

Nachdem bereits Streuobstpflanzungen im Bereich „Auf der Breit“ in der Gemarkung Wittlich und „Auf dem Weisrink“ im Stadtteil Lüxem vorgenommen wurden, werden nun im Stadtteil Wengerohr naturschutzrechtliche Maßnahmen umgesetzt.

Im Herbst werden am Bieberbach mehrere Hektar Ackerland in extensives Grünland umgewandelt und im Frühjahr nächsten Jahres Blühflächen insbesondere zum Schutz des Rebhuhns angelegt. Später werden Gehölz- und Streuobstpflanzungen folgen.

Mitten im Stadtteil Wengerohr, östlich der Bahnhofstraße im Bereich des Industriegebietes Wengerohr, entsteht ab November auf einer Fläche von etwa 3,5 ha ein artenreiches Biotop im Wechsel von Streuwiesen, Trockenbereichen sowie Großgehölz- und Strauchpflanzungen.

Die erforderlichen Arbeiten werden von fachkundigen Mitarbeitern des städtischen Bauhofs und des Forsts ausgeführt und der so entstehende Naturschutzbereich von einem Fachbüro im Wege eines Monitorings dauerhaft begleitet.

Insgesamt 42 Streuobstbäume alter Sorten werden auf Teilbereichen der Fläche einen Platz finden. Dabei werden nicht nur bewährte Sorten von Äpfeln und Birnen gepflanzt, sondern auch verschiedene Wildobstarten in den Bestand aufgenommen. Wildobst bietet gegenüber dem meist verwendeten Kulturobst den Vorteil, bei gleichem ökologischem Wert deutlich weniger pflegeintensiv zu sein.

Später können die Flächen auch von interessierten Streuobstnutzern bewirtschaftet werden.

Die Maßnahme wird ganz wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt im innerstädtischen Bereich und langfristig, durch ihre abschirmende Wirkung, zur Steigerung der Wohnqualität im Stadtteil Wengerohr im Übergangsbereich zum Industriegebiet beitragen.

Als weitere Maßnahme im Stadtteil Wengerohr befindet sich das von Ortsvorsteher Jochen Platz initiierte Projekt „Wengerohrer Obstgarten“ in der Planung. Dabei soll im rückwärtigen Bereich des Bornweges eine multifunktionale Streuobstfläche entstehen, die nicht nur dem Naturschutz und als Ortsrandeingrünung dem Landschaftsbild dient, sondern auch von der örtlichen Schule und KiTa als naturnahe Erlebnis- und Lehrfläche genutzt werden kann.


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