Jahresrückblick 1. Hälfte 2020

08.01.2021

 

Januar


Innovationsforum HR in der Synagoge: Auftakt für Fachkräfteinitiative in der Region
Über die Herausforderung des Fachkräftemangels, die 56 Prozent der deutschen Unternehmer als größtes Geschäftsrisiko ansehen, diskutierten am 20.Januar, Vertreter aus regionaler Wirtschaft und Kommunalpolitik in der Synagoge in Wittlich. Das erste „Innovationsforum HR“, das von der Stadt Wittlich und dem Medien- und IT-Netzwerk Trier-Luxemburg (kurz MITL e.V.) ausgerichtet wurde drehte sich rund um die Frage, wie kleine und mittelständische Unternehmen den sogenannten „War for Talents“ gewinnen können. Die Moderatoren des Abends, Leonard Preisler (Stadtrat Wittlich) und Stefanie Kohl (Kreistag Bernkastel-Wittlich), führten dazu ein Kurzinterview im „Barcamp-Format“ mit allen Teilnehmern durch, bei dem die Gäste sich und ihre Verbindung zum Thema Human Resource in drei Hashtags beschreiben sollten. Diese kurze und prägnante Vorstellung bot einen anschaulichen Querschnitt durch die regionale Wirtschaft und zeigte die Vielfalt der Unternehmen im Großraum Trier auf. Die beiden Gastgeber, Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich und Dr. Thomas Simon, Vorsitzender des MITL und Geschäftsführer des IT-Hauses Föhren, machten deutlich, dass die Region Vorteile für Arbeitskräfte bietet, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf anstreben.

v.l.n.r.: Andreas Dittes, Cornelia Pauly, Renata Zukaite-Schmitz, Holger Linden, Orlando Policicchio, Joachim Rodenkirch, Stefanie Kohl, Leonard Preisler, Dr. Thomas Simon  (Foto: Andreas Scholer von tonimedia GmbH).

Siegerehrung der Handwerkskammer Trier
Zwei Bundessieger kommen aus Wittlich

Am 24. Januar fand in Trier die Feierstunde der Handwerkskammer zur Ehrung der Siegerinnen und Sieger im Handwerk statt. Zugleich würdigte die Handwerkskammer die Ausbilderinnen und Ausbilder der Betriebe, die durch ihr Engagement zu diesen Ergebnissen beigetragen haben. Mit sieben Champions war die Region Trier beim Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) im Handwerk so erfolgreich wie lange nicht.  Bürgermeister Joachim Rodenkirch, der an der Siegerehrung teilnahm, freut sich, dass gleich zwei der Bundessieger aus Wittlich kommen.
Philipp Daus wurde Erster Bundessieger im Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Handwerk, der bei der Firma MAN Truck & Bus SE in Wittlich ausgebildet wurde. Philipp Daus konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und ist damit nun bundesweit die Nummer 1 in seinem Handwerk.
Simon Lohmer wurde 3. Bundessieger im Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer-Handwerk. Der in Wittlich wohnhafte Simon Lohmer wurde im Betrieb Isoliertechnik Stefan Lohmer in Osann-Monzel ausgebildet. 

Die stolzen Bundessieger Simon Lohmer (3.v.l.) und Philipp Daus (4.v.l.) mit ihren Eltern, Vertretern der Ausbildungsbetriebe, Bürgermeister Joachim Rodenkirch (3.v.r.), Kreisbeigeordneter Achim Zender (hinten l.), Hauptgeschäftsführer der HWK Axel Bettendorf (hintere Reihe 2.v.l.) und dem Präsidenten der HWK Rudolf Müller (rechts) (Foto: Constanze Knaack-Schweigstill, HWK Trier).

 

Februar


Neuwahlen und Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Wittlich
Martin Schmidt für weitere zehn Jahre als stellvertretenden Wehrleiter ernannt
Bürgermeister Rodenkirch erhält Ehrenmedaille der Deutschen Feuerwehr

Gleich zwei Anlässe riefen rund 100 Feuerwehrangehörige der Stadt Wittlich am 1. Februar zusammen. Zum einen stand die Neuwahl eines stellvertretenden Wehrleiters auf dem Plan. Zum anderen folgte im Anschluss die Jahresdienstbesprechung. Martin Schmidt konnte sich bereits im ersten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit gegen seine beiden Kontrahenten durchsetzen, sodass er in der anschließenden Dienstbesprechung erneut für zehn Jahre zum stellvertretenden Wehrleiter ernannt werden konnte.
An diesem Tag wurde Bürgermeister Joachim Rodenkirch als Anerkennung für sein Engagement zum Wohle der Feuerwehr und der Bevölkerung über die Stadt Wittlich hinaus, durch den Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbands Peter Gerhards, die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille verliehen.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch ernennt Martin Schmidt zum stellvertretenden Wehrleiter (Foto: Feuerwehr Wittlich).

Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Peter Gerhards verleiht Bürgermeister Joachim Rodenkirch die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille (Foto: Feuerwehr Wittlich).

 

März


Corona-Virus (Covid-19)
Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten

Die rasante Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) im März in Deutschland war besorgniserregend. Es galt einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür war die Reduzierung von Kontakten entscheidend.
Am 16. März wurden im ganzen Land die Kindertagesstätten und die Schulen geschlossen. Zur Betreuung der Kinder, deren Eltern wichtige Berufe zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und der Grundversorgung der Bevölkerung haben, sowie Eltern in Berufen der Pflege und medizinischer Versorgung, wurde eine Notbetreuung in der jeweiligen Kindertagesstätte sichergestellt.
Die Museen, das Schwimmbad, die Stadtbücherei, das Haus der Jugend, die Volkshochschule, die Spielplätze und auch alle öffentlichen Sportstätten wurden geschlossen.
Bund und Länder verständigten sich am 22. März auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte.
Die Verantwortlichen auf allen Ebenen sind sich darüber im Klaren gewesen, dass es sich um sehr einschneidende Maßnahmen handelt. Aber sie waren notwendig und mit Blick auf das zu schützende Rechtsgut der Gesundheit der Bevölkerung verhältnismäßig.

DorfFunk – jetzt auch in Wittlich
Seit Ende März ist die Kommunikations-App „DorfFunk“ auch in Wittlich verfügbar.
Die App kann kostenlos im Apple App Store oder Google Play Store herunter geladen werden. Anschließend ist eine Registrierung erforderlich. Danach kann die Heimatgemeinde ausgewählt werden und man kann sofort mit der gesamten Gemeinde in Kontakt treten.
Über den DorfFunk können gezielt innerhalb der Gemeinde oder auch mit den Nachbargemeinden Nachbarschaftshilfen organisiert werden, Einwohnerinnen und Einwohner können ihre Hilfe anbieten und Lieferservices kommunizieren oder sich allgemein miteinander austauschen: „Welche Restaurants bieten Essen to go an?“ „Findet der Wochenmarkt statt?“ „Wer kann für mich einkaufen gehen?“ und viele weitere Themen, die die Bürger jetzt interessieren.

 

April


Ein „Makerspace“ hilft während der Coronakrise
Angesichts der Corona-Pandemie rollte eine Welle der Solidarität durchs Land. Die Menschen möchten mit den Mitteln helfen, die ihnen zur Verfügung stehen.
Das gilt insbesondere für eine Bewegung in Deutschland, die sich Werte wie Kooperation und das unkomplizierte Umsetzen von Ideen schon immer auf die Fahne geschrieben hat: Die Maker-Community. Hinter dem Begriff „Maker“ steht mehr als nur der „Macher“, in ihm steckt der Techniker, der Designer, der Hobbybastler, der Handwerker, der Heimwerker oder kurz gesagt: der Mensch, der vom Reden ins Tun kommen und aus eigenem Antrieb seine Ideen umsetzen möchte. Dafür nutzt er neue digitale Technologien und traditionelle Werkzeuge, digitale Netzwerke und offene Werkstätten.
Gerade als weltweit die Hilferufe aus dem medizinischen Bereich lauter wurden, da es an Schutzausrüstung oder anderen Dingen mangelte, um die Patienten adäquat versorgen zu können, wurden die Maker aktiv. Eine Initiative in Wittlich ist den Hilferufen gefolgt und produziert Behelfsmasken für medizinische Einrichtungen und Personal. Eine Gruppe von über zehn Leuten nahm sich der Herausforderung an. Zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die sich selbst als „Maker“ bezeichnen, befassen sich intensiv mit der Umsetzung. Daniel Scharfbillig, Diplom-Pädagoge im Haus der Jugend und Christian Leisch, Digitalisierungsbeauftragter der Stadtverwaltung Wittlich, engagieren sich aktiv in dem Projekt und organisieren sowohl die Produktion, als auch den Informationsaustausch der Maker untereinander in den sozialen Netzwerken und Online-Plattformen. Finanziert wird die Initiative über Spenden und Zuschüsse.
Beliefert wurden das Krankenhaus Wittlich, die Seniorenresidenz St. Paul, das Brüderkrankenhaus Trier, das Ordnungsamt Wittlich, die Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land sowie diverse Arztpraxen in Wittlich und im Umland. Die Behelfsvisiere wurden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Aufgrund der fehlenden medizinischen Zertifizierung gelten die 3D-gedruckten Visiere nicht als Schutzausrüstung und dürfen daher auch nicht als solche bezeichnet werden.

Luisa Lauterbach vom Haus der Jugend stellt das Tragemuster einer Behelfsmaske vor. (Foto: Daniel Scharfbillig)

Die Bibliotheken sind wieder geöffnet
Die Stadtbücherei Wittlich, die Kreisergänzungsbücherei Bernkastel-Wittlich und die Bibliothek des Emil-Frank-Instituts sind ab Dienstag, 21. April 2020, wieder geöffnet.
Allerdings gelten wegen der Corona-Pandemie Einschränkungen und Nutzungsbedingungen:

Die Stadtbücherei Wittlich, die Kreisergänzungsbücherei Bernkastel-Wittlich und die Bibliothek des Emil-Frank-Instituts sind wieder geöffnet. Allerdings gelten wegen der Corona-Pandemie Einschränkungen und Nutzungsbedingungen (Foto: Carl Münzel).

 

Mai


Spielplätze im Stadtgebiet wieder geöffnet
Mit der fünften Coronabekämpfungsverordnung hat das Land Rheinland-Pfalz die Öffnung der Spielplätze wieder erlaubt. Die bisherigen Sperrungen wurden ab 3. Mai aufgehoben.
Das Betreten der Spielplätze ist aber weiterhin nur unter Beachtung folgender Regeln zulässig:

  • Einhaltung der Mindestabstände von 1,5 Metern zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen,
  • Maximal zwei Personen dürfen zusammenkommen, wenn sie nicht gemeinsam in einem Haushalt leben.

Alle Spielplätze im Stadtgebiet sind seit 4. Mai 2020 unter Beachtung der Regeln wieder geöffnet (Foto: Max Rodenkirch).

Wiedereröffnung der Museen in Wittlich
Da die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Corona-Pandemie gelockert wurden, öffneten die städtischen Wittlicher Museen und Ausstellungsräume am Dienstag, 12. Mai 2020, unter bestimmten Auflagen wieder.

Warum bleiben alle zu Hause?
Kinderbuch zur Corona-Pandemie auch im Wittlicher Dialekt im Internet

Kleine Kinder verstehen nur schwer, warum sich unser Leben in Zeiten der Corona-Pandemie so ändern musste. Der Illustrator Claus Daniel Herrmann und der Autor Roman Jungblut haben in Zusammenarbeit mit Erziehungswissenschaftlern, Ärzten und Kindertherapeuten ein Bilderbuch erstellt, das bereits Kindergartenkindern erklärt, warum alle während der Corona Pandemie eingeschränkt leben müssen.
Dieses Bilderbuch kann unter https://warumbleibenallezuhause.de/ eingesehen werden. Die Originalsprache ist Deutsch, aber es ist auch möglich, die Geschichte auf Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Englisch, Französisch … Türkisch, Trierisch und Wittlicher Platt zu lesen und vorzulesen. Albert Klein, der ehemalige Erste Beigeordnete der Stadt Wittlich, übernahm die Übersetzung ins Wittlicher Dialekt, so dass nun 24 Sprachen zur Verfügung stehen.

 

Juni


Wittlicher Auto-Kino
Am Pfingstwochenende, 30 Mai bis 1. Juni gab es mit dem 1. Wittlicher Auto-Kino eine Premiere in Wittlich. Gezeigt wurden insgesamt zehn Vorstellungen mit einem breiten Spektrum. Es konnten über 1000 Besucher an vier Tagen verzeichnet werden. Zudem lief alles sehr unkompliziert und geordnet ab. Aus diesem Grund gab es für das darauffolgende Wochenende eine Verlängerung des 1. Wittlicher Autokinos. Vom 5. Juni bis 7. Juni  konnten sieben weitere Kinofilme vom Auto aus auf dem Parkplatz am Eventum angeschaut werden.

Das 1. Wittlicher Auto-Kino fand den gebührenden Abschluss mit „Bohemian Rhapsody“, der Verfilmung der Geschichte der Band „Queen“ und der Legende Freddie Mercury (Foto: Theresia Rodenkirch).


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