In Vielfalt vereint

06.06.2019

Jubiläumsfeier 50 Jahre Stadtteile

Vergangenen Sonntag wurde das Jubiläum 50 Jahre Stadtteile in Bombogen im Rahmen des Sommerfestes des Musikverein Bombogen gefeiert. Vor genau 50 Jahren wurden die Stadtteile Bombogen, Dorf, Lüxem, Neuerburg und Wengerohr in die Stadt Wittlich eingemeindet. Die Veranstaltung wurde musikalisch von der Formation Altmetall umrahmt. Für dieses Jubiläum wurden Rollups über die Stadtteile und die Stadt Wittlich angefertigt, die von Chris Marmann designt wurden.

Ortsvorsteher Hermann-Josef Krämer begrüßte die Anwesenden und freute sich, dass der Festakt in Bombogen stattfand.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch betonte in seiner Ansprache, dass das Motto in der Europäischen Verfassung „in Vielfalt vereint“ sich auch auf die Feier „50 Jahre Stadtteile“ übertragen lasse. 1969, in einer damals von Ministerpräsident Helmut Kohl beherzt vorangetriebenen Kommunalreform, wurden die ehemals selbständigen Ortsgemeinden Lüxem, Dorf, Neuerburg, Wengerohr und Bombogen Teile  der Stadt Wittlich. Fünf Jahrzehnte seien seitdem vergangen und allen Kritikern zum Trotz ist nicht zuletzt durch die Stadtteile Wittlich zu einem wahren Kraftzentrum der Region geworden. Ein Kraftzentrum zum Nutzen der Menschen hier in den Stadtteilen, in der Kernstadt und weit darüber hinaus in die Eifel, die Mosel und den Hunsrück hinein.  In Vielfalt vereint heiße aber auch, dass sich jeder Stadtteil seine Identität, sein Gesicht und seine Individualität bewahrt hat. Hierauf könnten alle stolz sein und Rodenkirch dankte allen, die an verantwortlicher Stelle, ob in der Politik als Ortsvorsteher, Ortsbeiratsmitglied, Stadtrat oder in den Vereinen und sonstigen ehrenamtlichen Initiativen diesen Prozess begleitet und gestaltet haben.

Die Erfolgsgeschichte Wittlich mit Lüxem, Dorf, Neuerburg, Bombogen und Wengerohr sei der Erfolg der Menschen. Denn Gemeinschaft und damit ein Gemeinwesen entstehe ausschließlich durch die Menschen.

Der Karnevalist und Laienschauspieler Gerhard Kien ging in seiner auf Platt gehaltenen Festansprache in hervorragender Art und Weise auf das Jahr 1969 zurück und ließ Revue passieren, wie er als Kind die Eingemeindung erlebt hat und was sich bis heute verändert hat. Er hat die 50 Jahre Zeitspanne mit einem Augenzwinkern und tiefsinnigem Humor beleuchtet und mit dieser besonderen Festansprache einen speziellen Akzent gesetzt.

Das Publikum war von der Ansprache sichtlich begeistert, was sich im Lachen und entsprechendem Zwischenapplaus äußerte.


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