Eine Stadt – ein Fest – mehr geht nicht

11.05.2018

Bürgermeister Joachim Rodenkirch dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten für das gelungene neu gestaltete Lieserufer (Foto: Dieter Pohlen).

Umweltministerin Ulrike Höfken durchschnitt das Band zur Eröffnung des neuen Lieserufers (Foto: Dieter Pohlen).

Viele Besucher verfolgten das Entenrennen auf der Lieser (Foto: Glenn Zimmer).

Der Stand der Stadtbücherei vor dem Alten Rauthaus war umlagert. Glücksraddrehen, Stadtrallye, Anmeldungen für den Lesesommer und auch viele Fragen nach den Angeboten füllten den Nachmittag aus (Foto: Carl Münzel).

Bei bestem Wetter wurde am vergangenen Wochenende in Wittlich gefeiert. Milljunen Leute bummelten bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt, um die drei neuen Plätze zu bestaunen und ihre Fertigstellung zu feiern.

Am Freitag eröffneten Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, und Bürgermeister der Stadt Wittlich, Joachim Rodenkirch das neu gestaltete Lieserufer. Der Bürgermeister dankte für die finanzielle Förderung des Landes, und die Ministerin zeigte sich begeistert über das Ergebnis der Arbeiten.

Die Forscherkids der Kindertagesstätte Jahnplatz untersuchten währenddessen die Qualität des Lieserwassers und versuchten, Wasserflöhe zu fangen. Magische Riesen wandelten zu sphärischen Klängen über den Platz an der Lieser und faszinierten das Publikum. Dem Stelzen- und Maskentheater PANTAO zuzuschauen, war ein Augen- und Ohrenschmaus.

Samstags gegen 13.30 Uhr war die Lieser quietscheentengelb. Tausende kleiner gelber Plastikenten schwammen um die Wette den Fluss hinunter.

Den Paten der schnellsten Enten winkten tolle Preise. Aber nicht nur Quietscheenten und grünlich-blaue Zauberwesen bevölkern den Fluss, auch eine veritable Flussjungfrau lag verführerisch am Ufer, kämmte ihr goldrotes Haar und sang geheimnisvolle Lieder. Die vielen, vielen Kinder, die in der Lieser standen und Staudämme bauten, wähnten Arielle, die Meerjungfrau vor sich zu sehen und vergaßen vor lauter Begeisterung, nach Wasserflöhen und Forellen zu schauen.

Gleichzeitig freuten sich große und kleine Wittlicherinnen und Wittlicher sowie ihre zahlreichen Gäste beim Fußball-Spiel im Lebendkicker auf dem Marktplatz, wurden von den „SummerBeats“ von DJ Fabian Röhr vortrefflich unterhalten, ließen sich die Ausstellungen „Die Schönheit der Dinge – Michael Triegel“ und die Bilder Tony Munzlingers in der CASA Tony M. in kostenlosen Führungen fachmännisch erläutern, bummelten über den französischen Markt und genossen die angebotenen Delikatessen. Ab 18 Uhr bot der Musikverein Bombogen ein Überraschungskonzert an den Terrassen am Lieserstrand und der Abend sollte kein Ende finden.

Aber nach dieser ersten lauen Sommernacht des Jahres 2018 drehten die Veranstalter, das Kulturamt der Stadt Wittlich und der Verein Stadtmarketing, sowie ihre Partner, die Stadtbücherei Wittlich, das Haus der Jugend, das Mehrgenerationenhaus, das Emil-Frank-Institut, die Werbeagentur newmedialabs und die katholische Pfarrgemeinde erst richtig auf:

Auf allen Plätzen wurde gefeiert: für Kinder und Jugendliche bot die Stadtbücherei eine erlebnisreiche Rallye durch die Altstadt an, alle durften am Glücksrad drehen und sich über tolle Gewinne freuen, und die 6- bis 16jährigen konnten sich bereits für den Lesesommer 2018 anmelden.

Viele Spielgelegenheiten boten das Mehrgenerationenhaus und der Kinderschutzbund an, die magischen Wasserwesen wandelten erneut durch die Stadt und französische Musettemusik verzauberte den Platz an der Lieser. 

Klezmer erklang in und vor der Synagoge, auf dem neu gestalteten Vorplatz, wozu die Mitarbeiterinnen koscheren Wein und Käsekuchen anboten. Interessierte konnten viel über die Geschichte des Gebäudes und die Ausstellung „Jüdisches Leben in Wittlich“ erfahren.

Auf dem attraktiven Parkplatz Karrstraße, den die Bevölkerung nun mit Freude „Klosterplatz“ nennt, lud der Organist und Chorleiter Reinhold Schneck zum Gesang. Mit Unterstützung einiger professioneller Sängerinnen und Sänger wagten hunderte Frauen und Männer den gemeinsamen Gesang. Schneck hatte eine Auswahl an Schlagern, Rock- und Popsongs, Kanons und Volksliedern getroffen und die Texte verteilen lassen. Und so schallten „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Pack die Badehose ein“, „Yesterday“, „Wenn die bunten Fahnen wehen“ und viele weitere Lieder weit über den Platz hinaus. „Das machen wir jetzt jeden Monat“, schlugen danach etliche Bürgerinnen und Bürger dem Kulturamt der Stadt Wittlich vor.

Ein wunderbares Festwochenende, das den drei neuen Plätzen in der Stadt gerecht wurde, feierten die Wittlicherinnen und Wittlicher. Und viele, viele Gäste erfuhren, welchen Charme und welches Temperament die Kleinstadt an der Lieser im immer neuen Kleid ausstrahlt.


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