Der Fuchs im Stadtgebiet

14.03.2019

Der Fuchs: listig, schlau und schön (Foto: Martin Becker).

Im Frühjahr häufen sich die Anrufe besorgter Bürger beim Forstrevier der Stadt Wittlich. Aufmerksame Wittlicher sehen vor allem in den frühen Morgen oder Abendstunden Reinecke Fuchs durch ihre Gärten oder Straßen ziehen.

Der Fuchs, eigentlich ein Wildtier, ist ein klassischer „Kulturfolger“. Er sucht die Nähe der Menschen, denn hier werden ihm Nahrung und Unterschlupf gewährt.  Der Fuchs ist ein gut angepasster Allesfresser, der gelernt hat die Annehmlichkeiten, die die Menschen ihm bieten zu nutzen. Solange genügend Nahrung „angeboten“ oder gar gefüttert wird, wird man ihn in den Gärten und Straßen sehen. Katzen- oder Hundefutter auf der Terrasse, Essensreste auf dem Komposthaufen oder aber auch die monatlichen Gelben Säcke sind für den „Stadtfuchs“ eine hervorragende Nahrungsquelle. Daher sollten keine Nahrungsreste auf dem Kompost entsorgt werden und Tierfutter vor allem nachts nicht im Freien stehen, um den Fuchs nicht anzulocken.

Gerade im Frühjahr sind es die Elterntiere (Fähe und Rüde), die oft mit wenig Scheu auf der Suche nach Nahrung für ihren Nachwuchs sind. Später im Jahr sind es aber auch verspielte und noch ihre Umgebung erkundende neugierige Jungfüchse, die vom Menschen erblickt werden.

Die bloße Anwesenheit des Fuchses stellt jedoch kaum eine Gefahr für den Menschen dar.

Dank erfolgreicher Impfaktionen ist die Tollwut bereits seit vielen Jahren in Rheinland-Pfalz nicht mehr aufgetreten. Seit dem Jahr 2008 gilt Deutschland als Tollwut frei.

Die Gefahr für den Menschen durch den „Fuchsbandwurm“ ist als nicht besonders hoch einzuschätzen. Wer die „normale Hygiene“ berücksichtigt, ist fast sicher vor einer Infektion. Wichtig ist es Hände gründlich zu waschen, nachdem man im Garten gearbeitet hat. Früchte sollten vor dem Verzehr gründlich abgewaschen werden. Auch sollten Haustiere wie Hunde oder Katzen regelmäßig entwurmt werden, da diese auch als Zwischenwirte fungieren können.

Die Nähe des Fuchses hat auch etwas positives,  er jagt Ratten und Mäuse und der oft lästige Marder schätzt die Anwesenheit des Fuchses wenig.


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