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Industriegebiete

Industriegebiet I und Ia

Das Industriegebiet 1 mit seinen 51 Hektar Gewerbeflächen liegt unmittelbar an der L 52 und erstreckt sich zwischen der B 49 und der Autobahn A 1. Im Jahre 1982 wurden diese Industrieflächen um sechs Hektar entlang der B 50 ergänzt, dem Industriegebiet 1a, welches über die Gottlieb-Daimler-Straße erreicht wird. Beide Industriegebiete sind weitgehend bebaut.

Industriegebiet I Im Industriegebiet 1 mit der Edison-, Gutenberg-, Röntgen- und Lilienthalstraße sind die größten Arbeitgeber die Firmen Ideal-Standard, Simon Fleisch GmbH und Stahlbau Ziemann. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen für die fleischverarbeitende Branche expandiert die Firma Simon als einer der größten Schlachtbetriebe in Rheinland-Pfalz und erweitert aktuell den Zerlege- und Verkaufsbereich. Im Zufahrtsbereich zum Industriegebiet 1 haben sich mehrere Autohändler angesiedelt.

Die Anbindung Wittlichs an die neue A 60 hat für die Betriebe im Industriegebiet 1 große Vorteile mit sich gebracht. Fahrzeuge, die in Richtung Eifel/Belgien und in Richtung Trier/Luxemburg unterwegs sind, können nun ohne die Benutzung innerörtlicher Straßen über die L 141 die Anschlussstelle Wittlich-West in kürzester Zeit erreichen.

Das Industriegebiet 1 a ist geprägt durch mehrere Einzelhandelsbetriebe mit einer unterschiedlichen Angebotspalette, die sich entlang der Gottlieb-Daimler-Straße den Kunden präsentieren. Neben innenstadtverträglichen Einzelhandelsprodukten haben sich hier vor allem Unternehmen angesiedelt, die häufig an den Einfallstraße und in unmittelbarer Peripherie von Innenstädten zu finden sind. Hier gibt es neben einer Tankstelle, einem Autohändler auch ein McDonalds-Restaurant. Handwerksbetriebe aus dem Bau- und Metallbereich runden das Angebot ab.

Industriegebiet II

Mit 118 Hektar ist das Industriegebiet 2 das flächenmäßig größte Industrie- und Gewerbegebiet in der Stadt Wittlich. Die ersten Überlegungen zur Ausweisung dieser zusammenhängenden Bauflächen gehen bis in das Jahr 1969 zurück. Das gesamte Gebiet wird durch die Rudolf-Diesel-Straße erschlossen, die im Süden in die B 50 und im Norden in die B 49 einmündet. Die 600 Meter lange Straße ist heute eine gern benutzte Verbindung zwischen diesen beiden Bundesstraßen

Industriegebiet II Geprägt wird das Industriegebiet 2 durch große, weltweit bekannte Firmen, die sich schon früh in Wittlich mit ihren Betriebsstätten angesiedelt haben. Ein Beispiel hierfür ist das Reifenwerk Dunlop, welches sich seit der Produktionsaufnahme in Wittlich auf Expansionskurs befindet. Im Jahre 2004 entstand auf dem Betriebsgelände der Firma Dunlop mit einer 30.000 qm großen Lagerhalle das “europäische Distributionscenter” für LKW-Reifen.

Im Wittlicher Industriegebiet 2 tut sich etwas. So plant die Firmen Franklin Electric Europa GmbH den Bau eines 2.200 Quadratmeter großen Zentrallagers, die Firma Benninghoven wird eine weitere Produktionshalle in der Otto-Hahn-Straße bauen. Die Firma Elsen errichtete im Industriegebiet 2 eine MAN-Station. Anfang April 2005 hat die Firma Kainz ihr neues BMW-Autohaus an der Max-Planck-Straße eröffnet. Diese umfangreichen Investitionen von in Wittlich ansässigen Unternehmen sprechen für den Standort Wittlich. Wer gegen den allgemeinen Trend auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten investiert, vertraut in die Qualität des Standortes und weiß dessen Vorteile zu schätzen.

Neben Unternehmen des Handels und zahlreichen Produktionsstätten sind im Industriegebiet 2 die Berufsbildenden Schulen und das Überbetriebliche Ausbildungszentrum angesiedelt. Das Zollamt, der Zweckverband Wasserversorgung Eifel/Mosel und das RWE sind ebenso in diesem Industriegebiet zu finden wie die zu den Berufsbildenden Schulen gehörende Großsporthalle. Über die Justus-von-Liebig-Straße besteht eine direkte Verbindung zur Gottlieb-Daimler-Straße ins Industriegebiet 1a.

Die Stadt Wittlich verfügt im Industriegebiet 2 noch über bebaubare Gewerbeflächen. Die an der Otto-Hahn-Straße liegenden Flächen befinden sich teilweise unter den dort verlaufenden Hochspannungsleitungen, was die Bebaubarkeit beeinträchtigt. So dürfen Betriebsgebäude eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Die Grundstücke sind deshalb aber auch zu günstigeren Konditionen zu erwerben; der Verkaufpreis liegt unter den sonst üblichen Marktpreisen.
Industriegebiet III

Industriegebiet III

Eine weitere Ergänzung des ersten Wittlicher Industriegebietes stellt das Industriegebiet 3 dar, das über die Röntgenstraße direkt von der L 52 oder durch das Industriegebiet 1 zu erreichen ist. Entlang der Autobahn A 1 und von dort gut einsehbar liegen hier weitere 20 Hektar Gewerbeflächen.

Bei der Ausweisung dieser Bauflächen wurde auf einen konkreten Ansiedlungswunsch einer bekannten Firma reagiert. Die Firma Aldi hat dort auf einer Fläche von 13 Hektar ihr Zentrallager Süd errichtet und zwischenzeitlich mehrmals erweitert. Sieben Hektar stehen noch für weitere Gewerbeansiedlungen zur Verfügung. Gegenüber dem Zentrallager der Firma Aldi steht die Diskothek Colosseum. Im Industriegebiet 3 findet alle drei Jahre die Wirtschafts-Woche-Wittlich statt.

Industriegebiet Wengerohr

Industriegebiet Wengerohr Das Industriegebiet Wengerohr liegt mit seinen rund 50 ha östlich des Stadtteiles Wittlich-Wengerohr, unmittelbar an der Bahntrasse Saarbrücken – Koblenz mit dem IC-Haltepunkt Wittlich Hbf. Musste bis vor kurzem der Zu- und Abgangsverkehr noch über die Bahnhofstraße oder über die Belinger Straße geleitet werden, so ist das Industriegebiet Wengerohr jetzt bequem über die Dr.–Oetker-Straße zu erreichen. Die Verkehrssituation wird noch komfortabler, wenn in wenigen Jahren die Ortsumgehung Wengerohr und damit die unmittelbare Anbindung an die A 1/A 48 und die A 60 realisiert sein wird. Der geplante Bau der B 50/neu zum Flugplatz Hahn und zum Rhein/Main-Ballungsraum wird den Standort noch weiter aufwerten.

Im Industriegebiet Wengerohr sind derzeit über 1.500 Menschen beschäftigt. Größter Arbeitgeber und auch gleichzeitig größter Betrieb ist die weltweit agierende Firma Dr. Oetker, die am Standort Wittlich zurzeit mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Erst kürzlich hat die Gesellschafterversammlung eine Änderung der Firma von “Dr. Oetker Tiefkühlkost GmbH“ in “Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH Wittlich“ und die Verlegung des Betriebssitzes dieser Sparte von Bielefeld nach Wittlich beschlossen. Mit den Firmen Helmut Meeth Fensterbau, ABF-Technik, MSR, Lehnen-Edelstahl und Ideal Fensterbau Weinstock GmbH sind weitere größere Firmen im Industriegebiet Wengerohr tätig. Eine Reihe kleiner mittelständischer Unternehmen komplettieren die Angebotspalette in Wengerohr.

Industriegebiet “Wengerohr-Süd”

Die Ansiedlungsflächen in den bestehenden Industrie- und Gewerbebetrieben der Stadt Wittlich sind weitgehend bebaut. Weder in den Industriegebieten I bis III mit zusammen 195 Hektar, die beidseitig der B 50 im Südosten der Stadt liegen, noch im Industriegebiet Wengerohr (50 Hektar) gibt es noch ausreichend große Grundstücke für Neuansiedlungen oder Betriebserweiterungen. Die für eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes erforderlichen Entwicklungsflächen konnten somit nur über die Neuausweisung von Industrie- und Gewerbeflächen bereitgestellt werden. Der Wittlicher Stadtrat hat deshalb bereits im Oktober 1997 die Überplanung eines weiteren Industriegebietes beschlossen, um Wittlich rechtzeitig im europäischen Standortwettbewerb der Kommunen zu platzieren. Das Industriegebiet Wengerohr-Süd hat eine Größe von insgesamt 90 Hektar. Die Ansiedlungsflächen sind zum teil bereits erschlossen und werden zurzeit durch die Stadtverwaltung Wittlich vermarktet.

Industriegebiet Wengerohr-Süd Im Industriegebiet Wengerohr-Süd werden rund 70 Hektar Bauland für neue Gewerbeansiedlungen bereitgehalten. Der Bebauungsplan ist erstellt und vom Stadtrat als Satzung beschlossen worden; der Ansiedlung von Betrieben steht nichts mehr im Wege. Die ersten Betriebe haben sich schon entlang der Dr.-Oetker-Straße angesiedelt. Eine rege Nachfrage lässt darauf schließen, dass bald weitere Ansiedlungen folgen werden.

Der Zuschnitt und die Größe der Baugrundstücke kann den Bedürfnissen der Betriebe angepasst werden. Die Stadt Wittlich besitzt große Flächen im neuen Industriegebiet, so dass der mittelfristige Grundstücksbedarf aus dem Eigentum der Stadt gedeckt werden kann. Die Dr.-Oetker-Straße ist auch die neue Anbindung des bestehenden Industriegebiet Wengerohr an das überregionale Verkehrsnetz. Dies hat zu einer wesentlichen Entlastung der innerörtlichen Straße in Wengerohr geführt.

Das neue Industriegebiet im Stadtteil Wengerohr wird über die B 50 alt erschlossen. Mit der Fertigstellung des im Bau befindlichen Teilstückes der B 50 neu vom Autobahnkreuz Wittlich bis zur vorhandenen B 50 zwischen Wengerohr und Platten werden die Industriegebiete in Wengerohr direkt an die Verkehrsachse A 1 Trier-Koblenz sowie die A 60 nach Belgien/Benelux angebunden. Bereits vor der Fertigstellung der B 50 neu besteht eine direkte Verbindung zur A 1 über die Anschlussstelle Wittlich-Mitte. Im Jahre 2005 wurde ein Park+Ride-Parkplatz fertiggestellt, der direkt an die Fußgängerunterführung des Hauptbahnhofes Wittlich angebunden ist. Auch für Bahnreisende sind die Arbeitsplätze in den Betrieben somit optimal zu erreichen.

Seit Mitte 2005 weisen einheitlich gestaltetet Hinweistafeln ortsunkundigen LKW-Fahrern und Kunden in den Industriegebieten Wengerohr und Wengerohr-Süd den Weg zu den dort angesiedelten Firmen. Am Beginn der Dr. Oetker-Straße an der B 50 steht eine Informationstafel mit Lageplan und einer alphabetischen Auflistung der Gewerbebetriebe. Dieser Standort unterstreicht die Doppelfunktion der neuen Straße, die nicht nur die Erschließungsstraße des neuen Industriegebietes Wengerohr-Süd ist, sondern gleichzeitig der Hauptzubringer zu den vorhandenen Firmen jenseits der Bahnstrecke.

Der Bau der Dr. Oetker-Straße und die weitere Erschließung des Industriegebietes Wengerohr-Süd wurde mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und der Europäischen Union gefördert. Die gute Zusammenarbeit der Stadt Wittlich mit den beteiligten Stellen (Wirtschaftsförderung) des Landkreises Bernkastel-Wittlich und der Landesregierung wird mit zu einer zügigen Besiedlung des neuen Industrie- und Gewerbegeländes beitragen und so weiterer Arbeitsplätze am Standort Wittlich schaffen.