Stadtrat hat sich konstituiert
Jörg Hosp zum Beigeordneten gewählt
Keine Überraschungen gab es in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Stadtrates. Auch die Wahlen der Beigeordneten liefen problemlos ab. Erster Beigeordneter Albert Klein (CDU) und die Beigeordnete Elfriede Marmann-Kunz (SPD) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zum weiteren Beigeordneten wurde Jörg Hosp (FDP) gewählt, der Rudolf Bollonia (Bündnis 90/Die Grüne) ablöst. Die wegen der anschließenden Festsitzung bereits für 17.30 Uhr anberaumte erste Sitzung des neuen Rates fand in der Synagoge statt. Geleitet wurde die Sitzung von Albert Klein, der die Sitzung nach Erledigung der zehn Tagesordnungspunkte schon nach 70 Minuten unterbrechen konnte. Fortgesetzt wurde die öffentliche Sitzung um 20 Uhr als Festsitzung. Dort erfolgten die Ernennungen des Bürgermeisters und der Beigeordneten.
Zunächst wurden die Ratsmitglieder vom Vorsitzenden auf die zu beachtenden Bestimmungen in der Gemeindeordnung hingewiesen und per Handschlag verpflichtet. Danach wählte der Stadtrat die drei Beigeordnenten. Die Wahlen wurden geheim mit Stimmzetteln durchgeführt. Während der Wahl des Ersten Beigeordneten übernahm Elfriede Marmann-Kunz den Vorsitz. Von der CDU wurde Albert Klein vorgeschlagen, weitere Vorschläge gab es nicht. Albert Klein erhielt 19 von 28 gültigen Stimmen und war damit für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Für die Wahl der weiteren Beigeordneten wurde von der SPD Elfriede Marmann-Kunz vorgeschlagen, die anschließend mit 27 von 30 Stimmen wiedergewählt wurde. Zur Wahl eines dritten Beigeordneten wurden von den Grünen Rudolf Bollonia und von der FDP Jörg Hosp vorgeschlagen. Auf Jörg Hosp entfielen 18 Stimmen, für Rudolf Bollonia stimmten 13 Ratsmitglieder. Damit war Jörg Hosp mit der erforderlichen Stimmenmehrheit gewählt. Die Gewählten nahmen die Wahl an. Die Beigeordneten Marmann-Kunz und Klein legten ihre Ratsmandate nieder. Die nachrückenden neuen Ratsmitglieder wurden anschließend sofort verpflichtet, damit wurde das Stärkeverhältnis der Parteien wieder hergestellt. Für Elfriede Marmann-Kunz rückte Nadine Zender (SPD) nach, anstelle von Albert Klein gehört Peter Praeder (CDU) dem Stadtrat an. Die zwei Neulinge im Rat sind mit 23 und 19 Jahren die beiden jüngsten Ratsmitglieder.
Für die Wahlen in die neun Ausschüsse des Stadtrates wurde offene Abstimmung beschlossen und festgelegt, dass die Wahlvorschläge der politischen Gruppen im Rat als gemeinsame Wahlvorschläge behandelt werden. Wie in den Vorjahren gehören jedem Ausschuss 11 Mitglieder an. Ausnahme sind der Werkausschuss und der Umlegungsausschuss, für die besondere Regelungen gelten. Der Stadtrat stimmte den Besetzungsvorschlägen jeweils einstimmig zu. Festgelegt wurde auch, welche Fraktion in den Ausschüssen die Berichterstatter stellen wird.
In der ersten Ratssitzung stimmte der Stadtrat den vorgeschlagenen Änderungen der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung des Stadtrates zu. Neben durch die Einführung der Doppik erforderliche gewordene redaktionelle Änderungen wurde in der Hauptsatzung das Sitzungsgeld neu festgelegt. Für die Teilnahme an Stadtratssitzungen wurde das Sitzungsgeld auf 40 Euro angehoben, für Ausschuss- und Ortsbeiratssitzungen werden 30 Euro gezahlt. Bisher gab es ein einheitliches Sitzungsgeld von 25,60 Euro. Die wichtigste Änderung in der Geschäftsordnung betrifft die Regelung hinsichtlich des sofortigen Verweises von Anträgen in die Fachausschüsse. Diese umstrittene Regelung entfällt. In Zukunft werden Anträge aus den Fraktionen sofort im Stadtrat behandelt. Es ist dann Sache des Rates, über einen Vertagungs- oder Verweisantrag eine Vorberatung im Fachausschuss zu beantragen. Beschlossen wurde auch eine neue Zuständigkeitsordnung, in welcher die Aufgaben und Zuständigkeiten der Ausschüsse des Stadtrates, der Ortsbeiräte und des Bürgermeister festgelegt sind.
Der Wittlicher Stadtrat hat 32 Mitglieder und setzt sich aus fünf Fraktionen und einem Ratsmitglied der Linken zusammen. Die CDU stellt mit 13 Sitzen die stärkste Fraktion. Die SPD hat acht Sitze, die Grünen sind mit vier Sitzen im Rat vertreten. Je drei Ratsmitglieder kommen von der FDP und der Freien Wählergruppe.
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