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100 Jahre Synagoge Wittlich

Eine Ausstellung des Emil-Frank-Instituts mit finanzieller Förderung der Stiftung Stadt Wittlich

Im Jahre 2010 kann Wittlich auf das hundertjährige Bestehen der ehemaligen Synagoge zurückblicken. Sie wurde am 25. November 1910 eingeweiht und wird heute als Kultur- und Tagungsstätte genutzt.

Synagoge, historische Innenansicht

Der Bau der neuen Synagoge in Wittlich fiel in eine Hochphase jüdischen Lebens in der Stadt. Durch das Anwachsen der jüdischen Gemeinde stieß die ältere Synagoge, das ehemalige Kapellenschiff des Hospitals Sankt Wendelin, an die Grenze ihres Fassungsvermögens und man entschloss sich zu einem repräsentativen Neubau. 1909 begannen die Bauarbeiten nach den Plänen und unter der Leitung des Kreisbaumeisters Johannes Vienken. Die feierliche Einweihung am 25. November 1910 wurde zu einem Fest für die ganze Stadt. Bei dieser Gelegenheit unterstrich Dechant Friedrich Stein in seiner Rede das einvernehmliche Zusammenleben zwischen christlichen und jüdischen Bürgern. Dieses endete freilich jäh mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten. Auch die Synagoge entging am 10. November 1938 nicht der Schändung, die Inneneinrichtung und Kultgegenstände wurden auf die Straße geworfen und großenteils verbrannt. Während des Krieges diente das Gotteshaus als Lager für französische Kriegsgefangene, danach ging es in den Besitz der Jüdischen Kultusgemeinde Trier als Rechtsnachfolgerin der Wittlicher Gemeinde über. Um den Besorgnis erregenden Verfall des Gebäudes zu stoppen, wurde es von der Stadt Wittlich erworben, renoviert und seit 1977 als Kultur- und Tagungsstätte genutzt.

Synagoge, historische Innenansicht

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums präsentiert das Emil-Frank-Institut mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Stadt Wittlich eine multimediale Ausstellung zur wechselvollen Geschichte und Bedeutung der Synagoge. Die Eröffnung findet am 27. Januar statt. Eine Vortragsreihe, deren Beiträge zur Abschlussfeier am 25. November 2010 in einer Festschrift präsentiert werden sollen, vertieft einzelne Aspekte. Darüber hinaus wird während der Gesamtdauer der Ausstellung ein vielfältiges pädagogisches Begleitprogramm angeboten. Weitere Auskünfte telefonisch unter 06571/260124 oder unter mail@emil-frank-institut.de.


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