Volles Haus bei Buchvorstellung

09.11.2017

Zwei Forstleute, die sich schon lange kennen: Bürgermeister Joachim Rodenkirch und Autor Bernd Krewer (Foto: Manfred Gessinger).

Bernd Krewer und Johannes Erbprinz von Schwarzenberg in der Casa beim Signieren des neuen Buches (Foto: Manfred Gessinger).

Bernd Krewer in der Casa Tony M.

Rund 60 interessierte Zuhörer waren in die Casa Tony m. am Marktplatz in Wittlich gekommen, um die Buchvorstellung von Bernd Krewer zu hören. Der Forstmann und Jäger aus Kinderbeuern stellte sein Buch „Grüne Gedanken über Wald und Wild, Jagd und Hunde“ vor, das in diesem Monat im Verlag  Neumann-Neudamm erschienen ist. Laut Verlagsankündigung ist das neue Buch keine leichte Schonkost, soll es doch viele Jäger zum Nach- und vielleicht auch zum Umdenken anregen. Veranstalter der Buchvorstellung war die Altstadt Buchhandlung Wittlich in Kooperation mit der Stiftung Stadt Wittlich.

In seiner Begrüßung verriet Bürgermeister Joachim Rodenkirch, dass er bei Bernd Krewer sein forstwirtschaftliches Praktikum absolviert hat. Bei Krewer habe er das Forsthandwerk vor Ort im Wald erlernt. Entsprechend herzlich und familiär wählte Rodenkirch seine Begrüßungsworte.  Der Präsident des Landesjagdverbandes Kurt-Alexander Michael und Verleger Heiko Schwartz ermunterten den Autor, sein Versprechen, keine Bücher mehr zu schreiben, nicht zu halten. Extra aus Österreich angereist war der Waldbesitzer, Forstmann und passionierter Jäger Johannes Erbprinz von Schwarzenberg, der mit dem Autor seit Jahren befreundet ist. Der Erbprinz ist Mitautor des Buches und hat den Beitrag „Gedanken der Rotwildhege in der Kulturlandschaft“ verfasst. Er erzählte von gemeinsamen Jagderlebnissen mit dem Autor und der Einmaligkeit des jagdlichen Erlebens für den Jäger bei einer erfolgreichen Jagd.   

Bernd Krewer las sein Kapitel „Wo der Wolf jagt, wächst der Wald?“ vor. Bei dem Thema Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland plädierte er für eine Entideologisierung dieses umstrittenen Projektes. Anhand von Fakten und belastbaren Zahlen legte er die Problematik von Wolfsrudeln in der deutschen Kulturlandschaft dar. Er setzte hinter die Aussage, dass der Wolf dem Wald nutzt, ein dickes Fragezeichen. Dies treffe nur dann zu, wenn begleitende Maßnahmen getroffen würden.

Zum Schluss der Veranstaltung las Krewer noch das Kapitel des Mitautor Dr. Jörg Mangold, der wegen einer Verpflichtung in Rumänien nicht an der Lesung teilnehmen konnte, vor. Hierin geht es um die Jagdkunst als unverzichtbaren Bestandteil der Jagdkultur. Jörg Mangold, ein bekannter Illustrator von Jagdbüchern, hat das vorgestellte neue Buch mit seinen Bildern aufgelockert und auch das Titelbild gestaltet.


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