Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus in Wittlich – verfolgte Marxisten aus Wittlich und Rheinland-Pfalz

11.01.2018

Wie in jedem Jahr organisieren der Arbeitskreis „Jüdische Gemeinde Wittlich“, das Emil-Frank-Institut und das Kulturamt der Stadt Wittlich eine Veranstaltung zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus. Aus organisatorischen Gründen findet die Veranstaltung 2018 bereits am 26. Januar statt.

Beginnen wird der Abend mit einem Gedenkgottesdienst in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul in Wittlich-Wengerohr am  26. Januar, 18.00 Uhr. Veranstalter ist hier der Förderverein Autobahnkirche St. Paul e.V.

Um 19.00 Uhr findet dann in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Himmeroder Str. 44, die eigentliche Gedenkveranstaltung statt.

Anlässlich des Karl-Marx-Jahres 2018 werden Referate zu (jüdischstämmigen) Marxisten aus Wittlich (Erich Glückauf) von Franz-Josef Schmit, sowie der Südwesteifel (Peter Noah) von Ullrich Papschik gehalten werden. Beide wurden verfolgt und lebten und wirkten nach 1945 in der DDR, wo sie später jedoch auch in Ungnade fielen.

Erich Glückauf wurde 1903 in Wittlich geboren und starb 1977 in Ost-Berlin. Der Bergmann trat 1922 der KPD bei und arbeitete ab 1923 als Parteijournalist, wurde 1927 Sekretär der KPD-Reichstagsfraktion. Während des Nationalsozialismus floh er nach Skandinavien und lebte nach 1945 in Ostdeutschland und der Sowjetunion.

Der Eintritt zu beiden Gedenkveranstaltungen ist frei.


Nach oben